Unterschriftenaktion gegen den Stellenabbau in der Jugendsozialarbeit

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat beschlossen, ab dem 1.1.2014 19 Stellen im Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen zu streichen.

Auf den Fachtagen für Jugendsozialarbeiter an Schulen, die am 11. und 12.11 im FEZ stattfanden, wurde beschlossen, eine Resolution an den Berliner Schulen zu veröffentlichen und eine Unterschriftenaktion gegen die Streichung der Stellen durchzuführen.

Die gesammelten Unterschriften sollen bis zum 20.11.2013 bei Karl Antony, PFH, am Mariannenplatz 3 (im Büro) abgegeben werden.

Für den 22.11.2013 ist dann die Übergabe der Unterschriften an Frau Scheeres mit einer öffentlichen Aktion geplant.

Hier der Inhalt der Resolution:

 

Ausbau statt Abbau!
Jugendsozialarbeit an allen Berliner Schulen sicherstellen

Sehr geehrte Senatorin,
Sehr geehrte Abgeordnete des Landes Berlin,

mit großer Bestürzung und Unverständnis haben wir die Entscheidung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zur Kenntnis genommen, 19 Stellen im Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen ab 1.1.2014 zu streichen.

Diese Stellenstreichungen tragen an den betroffenen Schulen zu einer Verstärkung von Bildungsbenachteiligungen bei. Die Schüler verlieren von heute auf morgen wichtige Bezugspersonen. Schüler in schwierigen Lern – und Lebenssituationen und ihre Eltern werden mit ihren Problemen allein gelassen.

Seit 2006 wurde an vielen Schulen mit großem Engagement von Sozialpädagogen, Schulleitungen, Lehrern und Erziehern tragfähige Kooperationsbeziehungen zwischen Schule und Jugendhilfe entwickelt und wertvolle Bildungs– und Unterstützungsangebote aufgebaut. Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Baustein in der Schulentwicklung.

Das Programm ist in Schulen strukturell fest verankert (Tandems, Tridems von Sozial-pädagogen, Lehrern, Erziehern) und durch regelmäßige Fortbildung gestützt.

  • Wer das Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen zurückfährt, hat seinen Wert nicht erkannt, seine Wirkung und Bedeutung nicht begriffen!

  • Wer die Jugendsozialarbeit an Schulen kürzt, verstärkt Bildungsbenachteili-gung und Bildungsungerechtigkeit.

  • Wer das Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen nicht ausfinanziert, gefährdet ein Erfolgsprojekt mit einer strukturellen Verankerung, die in der Bundesrepublik einmalig ist.

  • Wer Sozialpädagogenstellen an Schulen streicht, schadet der Kooperation Schule – Jugendhilfe und behindert die Entwicklung inklusiver Schulen.



 

Die Stellenstreichungen müssen zurückgenommen werden! Sicherheit, statt Verunsicherung! 
Wir brauchen Schulsozialarbeit an allen Schulen!
Die Unterzeichnenden

 

Hier findet Ihr die Resolution als auch eine vorbereitete Unterschriftenliste als pdf.

Resolution JSA an allen Berliner Schulen
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Unterschriftsliste_Ausbau statt Abbau.pd
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