Hektor und die Gipfelstürmer

 

 

 

Wer eine Reise tut, sollte das Ziel – und vor allem den Weg dahin – gut kennen. Zumindest, wenn das Ziel in der Uckermark liegt (Wer sagt eigentlich, dass alle Straßen auch für große Reisebusse geeignet sein müssen?). Nun denn, von einigen Anfahrts-Problemen abgesehen, kamen wir in der Donnerstagabend-Dunkelheit auf dem schönen Gut Falkenhain an. Glücklicherweise wartete hier schon ein warmes Abendessen auf die ausgehungerte Reisegesellschaft, sodass im Anschluss müde und zufriedene Kinder  und  Eltern ihre Zimmer und Betten beziehen konnten.

Unsere erste tierische Begegnung bei Tageslicht führte uns direkt in die Arme von Hektor, Hofchef und Hängebauchschwein, der mit stoischer Gelassenheit seine zwei beeindruckenden Hauer spazieren führte. Es gibt Menschen, die behaupten, Hektor laufe auf unsichtbaren Schienen und würde NIEMALS vom Weg abweichen – vollkommen unabhängig von auftretenden Hindernissen.

Bei der obligatorischen Hofführung lernten wir schließlich alle anderen Tiere kennen. Besonders begeisterten uns dabei die neun Ferkelchen, die perfekt unter ihrem Zaun durchpassten und in regelmäßigen Abständen pulkweise über den Hof fegten. Aber auch die Meerschweinchen, Ponys (deren Rücken später noch erklommen werden durfte) und Hofhunde konnten sich während unseres Aufenthaltes nicht über mangelnde Zuwendung beklagen.

Zum erklärten Lieblingsort der Kinder (und auch einiger Erwachsener) avancierte schnell die riesige Tobescheune. Höhlen, Löcher, Gänge, Berge und Täler wollten intensiv erforscht und erklommen werden – bis heute finden wir in unseren Hosen und Pullovern Grüße aus dem  Strohgebirge. Nicht nur hier bewiesen sich die Kinder als abenteuerlustig, ehrgeizig und  ausdauernd: Sie schreckten auch später nach einem ausgiebigen Waldspaziergang nicht davor zurück, sich in die Fluten des niedertemperierten und zugegebenermaßen malerischen Sees zu stürzen. Respekt!!!

Pausen zum Durchatmen verschafften uns Katharinas Yogaeinheiten im Zelt (Vielen Dank dafür!), ausgedehnte Töpfersessions, bei denen so manches Fantasiewesen erschaffen und gleich wieder eingestampft wurde, und eine lustige Planwagenfahrt, bei der wunderschöne rote Äpfel in Greifnähe an uns vorbei flogen. Zum Abschluss spießten wir Brot und Marshmallows auf unsere geschnitzten Stöcke und brutzelten sie über dem Lagerfeuer. In dieser schönen Atmosphäre ließen wir die Tage schließlich ausklingen, freuten uns zum wiederholten Male über die musikalischen Talente unserer Mitfahrerinnen und beschlossen: So sieht eine gelungene Reise aus!

 

Wir von der Schulsozialarbeit bedanken uns bei engagierten Eltern und tollen Kindern, mit denen wir eine sehr schöne Zeit verbracht haben!